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Es wird schleimig! Was ist der Zervixschleim?

Ich habe mich gefragt was es mit der Flüssigkeit so auf sich hat, die da so regelmäßig aus mir herauskommt. Und deswegen habe ich mich mal näher mit dem Zervixschleim beschäftigt. Und ich finde es richtig spannend, weil er mir zeigt wo ich mich grade in meinem Zyklus befinde. Also ein richtig cooler Guide!

Aufgaben des Zervixschleimes

Die Natur ist ja wirklich schlau und wird sich da bestimmt was bei gedacht haben 😉 Warum ist der eigentlich also da?

Der Zervixschleim ist ein Körpersekret und wird im Gebärmutterhals gebildet. Er hat eine wichtige Aufgabe, denn er sorgt dafür dass eine erfolgreiche Befruchtung stattfindet. Deswegen ist er der Kumpel der Spermien.

  • Er ernährt sie
  • Transport sie
  • Schützt sie vor dem sauren Scheidenmillieu*
  • Und sortiert fehlgebildete Spermien

(*Ohne ihn könnten die Spermien nur bis zu drei Stunden im Körper der Frau überleben.)

Zervixschleim = Ausfluss?

Nein. Ich habe auch immer Ausfluss gesagt wenn es feuchter und nasser da unten war. Aber ein Ausfluss ist alles, was auf eine Krankheit zurückzuführen ist. Meist riecht es streng, brennt oder juckt.

 

Wie verändert er sich denn so im Zyklus?

Menstruation

Ein neuer Zyklus beginnt mit dem ersten Tag der Periode. In dieser Zeit kann eine Frau ja nicht schwanger werden, deswegen muss auch kein Schleim produziert werden.

Kurz nach der Menstruation

Während der ersten 3 – 5 Tage nach der Blutung passiert nicht so viel da unten. Es wird nur so viel Zervixschleim produziert, dass der Eingang des Gebärmutterhalses vor Keimen und Bakterien geschützt wird.

Nach der Trockenzeit folgt dann ein klumpiger, pappiger Schleim. So wird der Weg für Spermien gesperrt und keiner kann da durch.

Vor dem Eisprung

Jetzt geht’s los! Umso mehr der Eisprung in Sicht ist, desto mehr Zervixschleim wird produziert. Die Scheide wird feuchter und du kannst einen weißen, beigen oder auch manchmal gelben Schleim erkennen. Er ist klumpig/cremig und erinnert etwas an Lotion oder Joghurt.

Zervixschleim-1

 

Eisprungzeit

Der Schleim ist dünn, dehnbar und wässrig… wie rohes Eiweiß. Mit ihm kann man mehrere Zentimeter zwischen beiden Fingern ziehen. Am letzten „Eiweiss-Tag“ oder dem danach, ist dein Eisprung. Über diesen Zervixschleim freuen sich die Spermien am meisten, denn durch ihn kommen sie richtig sicher und schnell ans Ziel .

Bildschirmfoto 2015-12-08 um 18.14.23Zervixschleim 2

Nach dem Eisprung

Der Wassergehalt im Körper sinkt und der Schleim wird wieder trüber und dicker. Achtung: Vor der Menstruation kann es aber doch noch mal kurz zu einen milchigen oder dehnbaren Zervixschleim kommen. Das ist kein Zeichen für den Eisprung, sondern der Muttermund öffnet sich wieder, um sich auf die bevorstehende Menstruationsblutung vorzubereiten. Und dadurch löst sich der Schleimpfropf am Gebärmutterhals.

Zerfixschleim-3

 

Kann ich damit Verhüten?

Also ich bin grad nicht in einer Beziehung, aber wenn es mal wieder so sein sollte weiß ich, dass ich so verhüten werde. Ich habe keine Lust auf irgendwelche Geräte, Präparate oder Temperaturmessen. Deswegen ist der Schleim mein neuer Freund 😉

Durch die Pille und andere gängigen Verhütungsgeschichten, haben wir leider verlernt auf die Sprache unseres Körpers zu hören. Früher mussten Frauen sich nämlich noch ganz genau beobachten um zu wissen, wann sie schwanger werden können und wann nicht.

Außerdem hat es auch echt Vorteile:

  • es ist gesünder
  • günstiger
  • und immer dabei

Ich weiß noch früher… Da war es echt cool sich einen Wecker zu stellen, um die Pille zu schlucken. OMG!

 

Wie kannst du am besten anfangen?

Du kannst den Zervixschleim auf 3 Arten wahrnehmen:

  • Empfinden. Wie fühlt sich der Scheideneingang an? Feucht, trocken, juckt oder reibt?
  • Fühlen. Wie fühlt sich der Schleim an? Trocken, ölig, glatt oder feucht?
  • Sehen. Wie sieht er aus? Zieht er Fäden? Ist er klumpig, weißlich, gelblich oder klar?

Beginne mit dem Beobachten am besten direkt nach deiner Periode. Da beginnt nämlich ein neuer Zyklus.

Morgens musst du bestimmt immer auf die Toilette, oder? Geh dir aber vorher mit einem Stück Toilettenpapier über die Scheide und guck dir den Schleim an.

Wie sieht der aus?

Wie ist die Konsistenz?

Riecht er?

Ist ein bisschen wie auf Spurensuche!
Schreib deine Beobachtungen für deinen Zyklus mal auf und lerne deinen Körper verstehen. Mir macht es echt Spaß immer zu erfahren wie ich so ticke! Ich habe zum Beispiel auch eine App in der ich alles was mir auffällt so eintrage. Die ist richtig cool aufgemacht und ohne Blumen, Bienen und Schmetterlingen.

Hier mal eine Liste an der du dich orientieren kannst:

Gefühl Aussehen
trocken nichts gesehen
nichts gefühlt nichts gesehen
feucht nichts gesehen
feucht oder nichts gefühlt dicklich, weißlich, trüb, cremig, klumpig
nass, rutschig, glitschig, weich klar, glasig, wie rohes Eiweiß, fadenziehend, flüssig wie Wasser

 

Viele tolle Informationen habe ich übrigens von Anne’s & Marcus‘ Blog Natürliche Fruchtbarkeit und die coolen Zeichnungen sind von WikiHow.com.

Also, viel Spaß beim Erkunden! Und erzähl mal wie’s klappt.

Oder kennst du das Prozedere schon und verhütest so?

 

Bin gespannt und freue mich über deinen Kommentar!

Bis bald,

Jennifer

 

13 comments

  • Super Infos, vielen Dank!
    Ich fange gerade erst an, mich so richtig mit meinem Zyklus auseinanderzusetzen – früher hat das sowieso die Pille übernommen und ich hab’s auch danach irgendwie verpasst, mal genauer hinzusehen.
    Ich finde das Verhütungsmethode auf jeden Fall eine gute Idee, würde aber erstmal einige Monate beobachten und Vertrauen dazu aufbauen wollen, bevor ich mich dann darauf verlasse 🙂

    • Danke Johanna für deinen Kommentar!
      Ja, ich würde das auch empfehlen etwas länger „zuzugucken“. Umso besser verstehst du deinen Zyklus.
      Je nachdem wie lange es auch mit der Pille her ist, braucht der Körper um wieder in seinen eigenen Rhythmus zu kommen.

  • […] nicht. Begleitet wird die Temperaturmessung von der Zervixschleimbeobachtung, über die Jennifer hier auch schon berichtet hatte. Gerade diese Kombination aus beiden Methoden macht natürliche […]

  • […] Ich mag es ohne Erwartungen an etwas ranzugehen. Da ich mich aber bisher „nur“ mit meinem Zervixschleim beschäftigt habe, ist das jetzt hier was ganz Neues für […]

  • […] sind total verschieden. Das will ich hier noch mal betonen! Die einen produzieren einfach mehr Zervixschleim, oder sie sind vom Typ einfach feuchter. Mir ist aber aufgefallen, seitdem ich keine Unterwäsche […]

  • […] für mich an erster Stelle. Und was meinen Zyklus angeht, habe ich mich bisher immer an meinem Zervixschleim orientiert. Dadurch wusste ich wann meine fruchtbare Zeit ist und wann nicht. Aber mich nur darauf […]

  • […] Lies dazu auch: Es wird schleimig! Was ist der Zervixschleim? […]

  • […] (die ja jetzt durch die „roten Tage“ futsch ist) baut sich wieder neu auf und der Zervixschleim wird jetzt immer klarer und […]

  • Erstmal finde ich deine Seite hier echt super und denke, dass sie ein weiterer wichtiger Schritt zur Sensibilisierung für den eigenen Körper ist. Ich würde allerdings aufpassen mit der Aussage, dass man während der Periode nicht schwanger werden kann. Es ist zwar unwahrscheinlich aber nicht unmöglich. Es gibt Frauen die eine ziemlich lange Periode und einen frühen Eisprung haben. Da Spermien bis zu fünf Tage in der Frau überleben können ist eine Schwangerschaft nicht ausgeschlossen. Auch zwischenblutungen können mit der Periode verwechselt werden. Wenn man seinen Zyklus noch nicht so gut kennt wie du und all das nicht einschätzen kann, könnte das zu einer ungewollten Schwangerschaft führen. Ansonsten toller Artikel. Weiter so! 🙂

    • Dankeschön liebe Caro,

      ich finde es super toll, dass so weiter Meinungen, Erfahrungen und Wissen zusammenkommen. Dafür sehe ich den Blog hier auch und da hilft dein Kommentar 😉

      Lieben Gruß,
      Jennifer

  • […] beobachte nämlich meinen Zervixschleim und führe einen Zyklus-Kalender (also eine App). Durch eine natürliche Verhütung kommt Mann und […]

  • Diana

    Leider ist damit verhüten, ohne Abgleich mit der Temperaturkurve zu unsicher. Deshalb werte ich symptothermal aus (Kurve und Schleim). Und jetzt nach ein paar Monaten weiss ich auch, warum es eben zu unsicher ist (nur Zervixschleim bewerten), allein diesen Zyklus hatte ich drei Schleimhöhepunkte, zweimal die Symptome (Mittelschmerz) vom Eisprung und meine Temperatur ging kein bisschen hoch. Aktuell siehts nach einem anovulatorischen Zyklus oder einem recht späten Eisprung aus (wird sich noch zeigen). Dh laut Zervixschleim hätte ich schon dreimal in die Verlegenheit kommen können zu sagen „So, da war er, in 24h bin ich safe.“
    Ich finde das Messen morgens aber auch nicht schlimm. Gewohnheitssache und dafür lernt man bei Sensiplan echt viel über seinen weiblichen Zyklus 🙂

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