Jetzt mal ganz ehrlich. Jeder hat Makel.

Allerdings hat sich das so eingeschlichen, dass wir keine haben dürfen. Wir müssen makellos sein, und sollten am besten wie Topmodels aussehen.

Aber… stimmt das?

Was ist ein Makel überhaupt?

Ein Makel ist laut Duden „…ein Fehler oder Mangel…“, oder „…eine fehlerhafte Beschaffenheit von etwas…“. In unserer Gesellschaft hat sich das so eingeschlichen, dass es meist um äußere Sachen geht, wie unseren Körper. Ja und den kann man ja nicht so schnell ändern.

Somit wird uns eigentlich nur gesagt: So wie wir sind, sind wir nicht in Ordnung.

Und das ist schon ziemlich kacke, oder?

Das schreit ja nur danach, aus dem Körper fliehen zu wollen. Denn die Angst nicht akzeptiert zu werden, so wie man ist, ist nämlich ganz schön groß!

Ja und da fängt der ganze Kram mit Diäten, Schönheitswahn und so an.

Doch weisst du was?

Jeder hat etwas, dass er nicht an sich mag. Der eine mehr, der andere weniger.

 

Die sind doch perfekt, oder?

Ich habe letztens eine super tolle, inspirierende Frau auf YouTube gesehen. Mit einem tollen Lächeln, definierten schlanken Körper und ich dachte mir: „Mensch ist die hübsch. Die strahlt was aus! Sie muss sich keine Gedanken über ihre Figur machen.“

Ja, und was habe ich heute morgen entdeckt? Ein Video, in dem sie über ihre „flaws“, also Fehler spricht. Und da erzählt sie, dass sie immer zu dünn war und gehänselt wurde. Sie fühlte sich nie weiblich, weil ihr Körper so sehnig ist.

Und ich so: Krass!

Es ist eigentlich total egal, wie die Hülle, also unser Aussehen ist. Wir projizieren vielleicht etwas auf andere, die in unseren Augen perfekt sind. Aber… wir alle haben etwas, dass wir nicht an uns mögen. Und das hinterlässt ein scheiß Gefühl! Punkt.

Ich zum Beispiel sitze hier gerade und merke, wie meine Röllchen am Bauch sich in meiner Skinny-Jeans bequem machen. Und mittlerweile, kann ich JA dazu sagen.

Liebe ich die Röllchen? Naja…

Bringt es mich um: Nein!

 

Und das ist meine Message für heute:

Ich finde es nicht wirklich hilfreich zu sagen, dass man etwas lieben soll, was man überhaupt nicht an seinem Körper mag. Stattdessen, nimm es an. Ich finde das ist schon viel viel Wert!

Ja und wer weiss: Vielleicht kommt die Liebe dann irgendwann ganz voll alleine dazu 😉

 

Sag’s mir: Was sind deine „Makel“. Schreib unten deine Meinung in die Kommenater. Ich freue mich von dir zu lesen!

 

Liebe Grüße aus Böööörlin,

 

Jennifer
http://www.sheflows.de
Hallöchen, ich bin Jennifer. Ich möchte spüren, ich will wissen was ich will und was ich brauche. Ich will mich selbst einfach am besten kennen. In mir steckt noch viel Ungeahntes das entdeckt werden will. Und ich vermute in dir auch. Deswegen habe ich She flows gegründet. Ich zeige dir, wie du dich wieder mehr mit deinem Körper verbindest, deine Sexualität neu entdeckst und sie mit Spaß auslebst. Worauf wartest du? Los geht's!
  • Stefanie

    Liebe Jennifer, du bist toll! Ich musste lachen und weinen zugleich bei diesem Video 🙂
    Ich mag meinen Bauch nicht so sehr, außerdem die großen Füße und meine Backen (deshalb musste ich an dieser Stelle besonders lachen..).
    Danke für deine Offenheit – das macht sehr viel mit mir.
    Stefanie

    Donnerstag, 7. Dezember 2017 um 17:31 Uhr
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    01
    • Jennifer
      http://www.sheflows.de

      Hi liebe Stefanie,

      wie schön das ich dich zum Lachen bringen konnte 😀
      Und es ist super lustig, wie viele ähnliche „Probleme“ haben.

      Das macht uns doch alle noch mal mehr menschlich und schweisst uns zusammen!

      Liebe Grüße zu dir,
      Jennifer

      Freitag, 8. Dezember 2017 um 13:29 Uhr
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      02
  • Heike

    Ich finde meine Kaiserschnittnarbe total hässlich. Sie ist erst 10 Monate alt und noch ziemlich rot und auffällig. Und trotzdem gehört sie zu mir und ich liebe sie, weil sie mich an die Geburt meiner 2. Tochter erinnert. Und gleichzeitig ist sie mein Reminder darsn dass wir nicht ewig leben. Denn mit jedem neuen Leben wird ein anderes Leben beendet. Alles, wirklich alles ist vergänglich. Unsere Körper auch. Das klingt total traurig aber es hilft mir mich auf die positiven und wichtigen Aspekte zu besinnen 😊 Und die Negativen (wie ein Makel) einfach anzunehmen. Alles andere ist Zeitverschwendung…

    Samstag, 9. Dezember 2017 um 14:03 Uhr
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    03
    • Jennifer
      http://www.sheflows.de

      Oh wow, ein schöner Kommentar von dir Heike. Danke! 🙂
      Wenn man sich dir Natur anguckt, sieht man erst mal, wie der Hase läuft. Es bringt nichts sich an Etwas festzuhalten. Denn, ja wie du schon schreibst… alles ist vergänglich.

      Ganz liebe Grüße zu dir Heike,
      Jennifer

      Donnerstag, 14. Dezember 2017 um 15:02 Uhr
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      04
    • Katrin

      Liebe Heike,
      danke für deine Gedanken!
      Was man selbst nicht mag, ist ja höchst Subjektiv, aber selbst so eine (vielleicht hässliche) Narbe erzählt ja auch eine (am Ende schöne) Geschichte und deine erzählt sogar davon, dass du einem kleinen Menschen das Leben geschenkt hast ☺💕 (auch wenn du es dir, so wie ich deine Worte deute, auf anderem Wege gewünscht hättest). Sie zeigt also davon, dass du mit ihr viel geschafft hast – dazu meinen herzlichen Glückwunsch!

      Freitag, 2. Februar 2018 um 17:32 Uhr
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      05
  • Melly
    http://www.thru-lensed-eyes.de

    Ich habe eher untypische Makel. Ich mache mir aber keinen Druck und schau mich garnicht erst lange kritisch im Spiegel an.
    Größtes Thema ist meine schlechte Haut. Nicht nur im Gesicht, sondern auch z.T. Schulter, Nacken… ich hab auch die schreckliche Angewohnheit an Pickelchen rumzufummeln. Dann habe ich eine Brille mit 10 Dioptrien, hinter der die Augen sehr klein aussehen (Kontaktlinsen vertragen meine Augen nicht gut). Mein Haar ist sehr dünn und meine linke Hüfte ist mein „Schlachtfeld“. Durch eine komplizierte OP, habe ich drei lange (zum Glück gut verheilte) Narben, die mich immer an eine schwere Zeit erinnern, in der ich meinen Körper ziemlich abgelehnt habe. Nicht aus optischen Gründen, sondern weil ich nicht konnte, wie ich wollte und ich einfach mental blockiert war. Noch 10 Jahre später (war damals 18) merke ich, dass da noch Unaufgelöstes aus dieser Zeit in mir ist.
    Ansonsten kann ich mein nacktes Spiegelbild wirklich gut leiden und denk mir manchmal: BÄM! Krafttraining und Yoga haben mir geholfen, meine Schmerzen im Hüftgelenk zu lindern und meine Grenzen anzunehmen. Durch Sauna habe ich ein besseres Verhältnis zu meiner Haut bekommen.
    Das ganze ist ein riesen Thema über das man so viele Worte verlieren kann. Am Ende bleibt nur die Selbstannahme, Selbstliebe und Selbstverantwortung.

    Danke für deine Ehrlichkeit, dein Blog und dein Tun 🙂

    Samstag, 9. Dezember 2017 um 17:05 Uhr
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    06
    • Jennifer
      http://www.sheflows.de

      Huhu Melly,

      danke dir für dein Teilen und deine Offenheit dich hier zu zeigen!
      Ich finde es ermutigt andere, einfach damit zu sein, wie man ist. Und es freut mich riesig zu lesen, dass du durch Yoga und Sauna einiges von deinen Themen beheben konntest. 🙂

      Ganz liebe Grüße zu dir,
      Jennifer

      Donnerstag, 14. Dezember 2017 um 15:00 Uhr
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      07
  • Katrin

    Liebe Jennifer,
    sehr wahre, offene Worte, dabei erscheinst du für mich in diesem Video besonders schön – so rein und mit einem Strahlen, gerade ohne Schminke und dein Gesicht eingerahmt von deinen schönen blonden Haaren…
    Aber ich kenne das – vermutlich sind wir selbst unsere härtesten Kritiker!
    Auch ich habe diese Röllchen am Bauch, die ich seit meiner Jugend hasse, die Cellulite an den Beinen war auch schon viel zu früh da und leider auch an den Oberarmen…
    Man soll sich ja zuerst selbst lieben… Aber manchmal ist es auch hilfreich, sich durch die Augen eines anderen zu sehen: Mein aktueller Partner liebt mein “Ober- und Unterpläutzchen“, wie er es nennt, und findet es total geil, beim Sex was zum Anfassen zu haben. Er hat mir beigebracht, dass seiner Erfahrung nach viele Männer diese Hochglanz-Frauen gar nicht mögen, weil sie zu perfekt sind, den Männern eher Angst machen oder auch schlicht als “unfickbar“ gelten, denn wer will schon, dass beim Knutschen und wilden Fummeln die ganze “Fassade“ abbröckelt, beim Ankuscheln im eigenen Shirt hängen bleibt oder nach ein bisschen rauem Schwitzen ein ganz anderer Mensch (abgeschminkt) neben einem liegt 😉?!
    Aber ich will das nicht verteufeln, nur ein vermeintliches Ideal der Werbemacher hinterfragen.
    Und: Vielleicht fand der Junge aus deiner Schulzeit deinen Hintern gerade geil (kennst du das Wort Prachtarsch?), war aber zu unsicher, es dir *so* zu sagen, dass er sich am Ende selbst als verletzlicher Bewunderer darstellt…?
    LG

    Freitag, 2. Februar 2018 um 17:50 Uhr
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    08

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