Wir kennen sie doch alle. Die Komfortzone. Und jeder besitzt sie. Bei dem einen ist sie größer, beim anderen kleiner. Und wie der Name es schon beschreibt, fühlen wir uns in diesem Bereich einfach nur gut.

Was ist denn deine Komfortzone?

Ich kurble mal deine Vorstellungskraft etwas an.

Du wohnst ja in einer Stadt und die hat eine Grenze. Je nachdem wie lange du schon da wohnst, kennst du bestimmt einige Ecken und weißt wo du wann, was am besten bekommst. Hier kennst du dich einfach aus.

Deine Komfortzone ist eigentlich nichts anderes. Sie beschreibt deinen Alltag, deinen täglichen Turn, bei dem du weißt was nach dem Frühstück kommt, dann nach der Pause und wie dein Abend in etwa aussehen wird. Hier weißt du was du kannst, was du brauchst und wie du mit Sachen am besten umgehst.

Und dann gibt’s da noch die „Außenwelt“. Dort fühlt es sich etwas komisch an… so ungewiss. Du weißt nicht ganz ob du das, was dich da erwarten wird, schaffst. Und schon tauchen einige Gedanken auf die Angst machen.

  • Schaffe ich das überhaupt?
  • Was ist wenn ich versage?
  • Kann ich mich da blamieren?
  • Was denken dann die anderen von mir?

Und schon kommt der Schweinehund dazu. Den kennst du bestimmt, oder?

Der lauert nämlich an der Grenze und bewacht alles. Und sobald du nur in die Nähe der Grenze kommst, schreit er laut „Das willst du doch nicht wirklich machen, oder? Das ist total gefährlich. Bleib mal lieber hier drin. Hier weißt du was dich erwartet und hier hast du alles im Griff!“

Er meint es ja nicht böse. Er will nur dass es dir gutgeht. Das Dingen ist… so kannst du dich nicht weiterentwickeln und du läufst immer wieder die selben Wege.

Aber das coole kommt jetzt: Die Komfortzone kann wachsen… wenn du es zulässt.

Jetzt stellst du dir bestimmt die Frage, warum sollte ich denn meine Komfortzone verlassen wollen? Fühlt sich doch gut an hier!

Warum du deine Komfortzone verlassen solltest

Ehrlich gesagt packst du dich selbst damit ganz schön in Watte und versäumst echt viel vom eigentlichen, spannenden und nicht planbarem Leben.

Denn wie es so schön heißt:

komfortzone

Hab’s jetzt erst gecheckt. Aber dem kann ich nur zustimmen 😉

Willst du nicht wissen was außerhalb ist?

Wie sieht die nächste Stadt aus und wie das nächste Land? Was geht auf anderen Kontinenten?

Sobald wir an die Grenze kommen, tauchen Gefühle auf. Und die kennst du bestimmt.

Du wirst nervös, unruhig, skeptisch, vielleicht etwas ängstlich und willst dich am liebsten verkriechen. Und dann kannst du es kaum erwarten wieder  zurückzugehen.

Mir geht’s auch noch teilweise so. Ich meine, ich habe mich schon wirklich verbessert. Früher habe ich super krass nach Regeln und Strukturen gelebt, die mir Halt gegeben haben. Dadurch fühlte ich mich sicher. Und sobald ich die Grenze von weitem nur gerochen habe, war schon alles vorbei. In der Mitte der Zone fand ich es immer am schönsten…. und am ungefährlichsten.

Doch jetzt tingel ich die ganze Zeit an der Grenze meiner Komfortzone und will wissen was da draußen ist. Ich will mutig sein und gehe der Sache auf der Grund. Essen hat mit bisher immer geholfen. Das gab mir Halt. Anscheinend war das als Kind oft Thema. Aber hey, kein Wunder in einer Kochfamilie 😉 Aber ich möchte es nicht mehr auf’s Essen beziehen.

Deswegen stelle ich mir diese Fragen:

Brauche ich denn überhaupt Halt da draußen?

Einen Schutz? Vor was denn?

Wo die Angst sitzt, da geht’s lang!

Und dazu male ich mir kurz „das Schlimmste“ aus. Was ist denn der Worst Case? Was könnte alles passieren?

Und ich stelle fest, dass es mich nicht umbringen wird.

Komfortzone

Foto: Go we love it

Wie also raus aus der Komfortzone?

Tausche Neugierde gegen Angst.

Hä… wie das denn?

Als Kind war das Gefühl echt häufig da. Wir hatten ja schließlich noch nicht so viel erlebt und unsere Zone war somit echt klein. Und kannst du dich noch erinnern? Wir fanden es cool nicht zu wissen wie es wird. Es war einfach nur toll was neues zu probieren und zu lernen.  Es war dieses Aufgeregt-sein Gefühl.

Umso älter wir jedoch geworden sind, haben wir das leider verlernt. Deswegen stärke dein Vertrauen und sage dir jedes Mal an deiner Grenze:

Alles wird gut. Ich mach das schon!

Was es auch ist, ich kann damit umgehen.

Und dann packst du noch etwas Euphorie dazu:

Yeah, ich werde was Neues lernen! Meine Zone wird größer.

Und seit dem ich das verstanden habe, kann ich es kaum erwarten mich außerhalb meiner Komfortzone zu bewegen 😀

Ich habe mir deswegen vorgenommen, soviel es geht Sachen zu machen, die außerhalb meiner Komfortzone liegen. Und wenn es auch nur das Zähneputzen mit links ist.

Und damit bist du auch nicht alleine. Hab dazu das Video von Kai gefunden und finde es ganz passend. Schaust dir mal an https://m.youtube.com/watch?v=IBmKM-JA-qI

Oder guck dir Alex‘ 3 Methoden an

https://m.youtube.com/watch?v=Qzo94l-3mvE

Und wie geht es dir mit deiner Komfortzone? Hast du viel mit deinem Schweinehund zu tun?

Bin auf deine Meinung gespannt!

Ganz liebe Grüße aus der immer größer werdenden Zone 😉

Deine Jennifer

Jennifer
http://www.sheflows.de
Hallöchen, ich bin Jennifer. Ich möchte spüren, ich will wissen was ich will und was ich brauche. Ich will mich selbst einfach am besten kennen. In mir steckt noch viel Ungeahntes das entdeckt werden will. Und ich vermute in dir auch. Deswegen habe ich She flows gegründet. Ich zeige dir, wie du dich wieder mehr mit deinem Körper verbindest, deine Sexualität neu entdeckst und sie mit Spaß auslebst. Worauf wartest du? Los geht's!
  • Katharina Pruger
    http://www.nikolaj-günter.de

    Jennifer, du schreibst richtig gut! Über das Thema Komfortzone habe ich selbst geschrieben und viele Artikel schon verschlungen, aber deine Art ist frisch und sehr unterhaltsam. Ich finde es großartig, wie du für deine Beispiele immer diese Perspektivwechsel findest. Sehr geil 🙂

    Ich habe meine Komfortzone im letzten Jahr extrem ausgeweitet: nach Bayern umgezogen, 6-jährige Beziehung beendet, eine neue Liebe gefunden, krasse Entscheidungen getroffen und nun ist für mich ein Leben außerhalb meiner Komfortzone Alltag. Ich befinde mich ungelogen jeden Tag außerhalb meiner Komfortzone und ich war noch nie glücklicher in meinem Leben. Ich denke, das ist das eigentliche Geheimnis: Menschen verstehen nicht, dass sich hinter der Komfortzone das Glück versteckt 🙂

    Liebe Grüße,
    Katharina

    Donnerstag, 7. Januar 2016 um 18:44 Uhr
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    • Jennifer
      http://www.sheflows.de

      Liebe Katharina, ich danke dir für deinen Kommentar und natürlich für’s Kompliment 😀
      Es freut mich total zu lesen, wie du mit deiner Komfortzone umgehst. Da kann ich mir ja eine Scheibe von abschneiden… hahaha 😉

      Alles Liebe nach Bayern!

      Samstag, 9. Januar 2016 um 19:25 Uhr
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      02

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