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Was haben eingewachsene Haare und Gefühle gemeinsam?

Damit es an manchen Stellen nicht so haarig wird, gehe ich so circa einmal im Monat zum Waxen. Die Leute die sich waxen lassen wissen, dass man sich regelmäßig peelen muss, damit die Haare nicht einwachsen. Die anderen die es noch nicht wussten, wissen es jetzt 😉

Man muss sich also alle 2-3 Tage peelen. Sonst wird’s unschön!

Aber was ist wenn die Haare nicht durchkommen können? Dann gibt’s einen Pickel und der kann weh tun. Fakt ist, die Haare wollen und müssen raus. Und wenn es mit dem einfachen Weg nicht geht, na dann wird sich einfach ein anderer gesucht und dieser mit mehr Druck.

(Mehr über das Thema Haare kannst du übrigens hier lesen)

Und mit den Gefühlen ist es eigentlich ganz genauso.

Wie die Haare einfach nur rauswachsen wollen, so möchten auch die Gefühle nur gefühlt werden. Der Name verrät es ja schon. Sie wollen gefühlt und nicht gedacht werden. Aber wir neigen dazu das Drama aus dem Kopf hinzuzufügen und mit einer Story schön zu beschmücken.

 

Wie also Gefühle fühlen?

Sobald sich irgendetwas anbahnt, kurz innehalten und ruhig und tief atmen. Nimm dir einen Moment für dich und schaue das du für ein paar Minuten ungestört bist.

Stell dir vor du sitzt auf einer großen Wiese, die Sonne scheint und hinten am Horizont kannst du etwas erkennen. Versuche nicht herauszufinden was es ist. Nimm einfach nur wahr das was da ist und auf dich zukommt.

Dann fühle genauer rein. Wo in deinem Körper sitzt das Gefühl?
Wie fühlt es sich an?

Beschreibe es ganz ohne Wertung und Vergleiche. Einfach ganz simple wie „In meinem rechten Oberarm kribbelt es.“ oder „Ich spüre einen Druck auf meiner Brust.“

Jetzt fühle noch etwas genauer hin. Kannst du das Gefühl vielleicht benennen?

Is es Trauer, Wut, Scham oder Ohnmacht?

Ich ertappe mich dann manchmal und ich merke, ok ich fühle Wut. Und dann kommt sofort: „Ja warum bin ich denn sauer? Wer oder was hat das ausgelöst und wo kommt das her? Ist es meiner Kindheit?“ Es rattert nur so förmlich in meinem Kopf.

Das ist echt total scheiß egal, denn das interessiert das Gefühl kein Stück! Unser Verstand steht da einfach nur drauf. Der ist wie Sherlock, der will alles wissen 😉

Sobald du also merkst, dass du bei einer Story bist, dann konzentriere dich wieder auf die Stelle in deinem Körper. Ich setze mich mit dem Gefühl gerne auf eine Bank und ich „höre“ ihm einfach nur zu. Will mir das Gefühl was sagen?

Kennst du Inside out, den Film? Wenn nicht, kann ich ihn dir einfach nur empfehlen… echt lustig! Auf jeden Fall kannst du es dir so ungefähr vorstellen. Gib ihnen Gesichter oder Stimmen. Das bringt ein bisschen Spaß in die Sache.

 

Gefühle verändern sich

Wenn du mit deiner Aufmerksamkeit eine Weile bei deinem Gefühl bleibst wirst du schnell merken, dass da was passiert. Es verändert sich.

Vielleicht wird die Wut jetzt zur Ohnmacht. Das ist wie eine Zwiebel. Erst die erste Lage, dann kommt noch eine und vielleicht noch eine… ja und weinen tue ich fast auch immer 😉

Also Gefühle sind deine Freunde, wie deine Haare auf deinen Beinen.

Ich bin mittlerweile soooo dankbar, dass ich in der Lage bin meine Gefühle zu fühlen. Das war mal total anders. Meine Sensoren für Gefühle waren so sensibel, dass nur bei dem kleinsten Pups schon die Alarmglocken angingen und ich angefangen habe zu futtern. Falls es dich interessiert, dann kannst du in diesem Artikel mehr über meine Essstörung lesen.

Probiere die Methode mal aus und sag mir mal wie du damit klarkommst.

Hat es dir geholfen? Oder gehst du anders mit deinen Gefühlen um?

 

Schreibe alles was dir grad einfällt unten in die Kommentare. Ich freue mich von dir zu lesen!

Tschüssi und bis bald,

Jennifer

 

2 comments

  • Angie

    Schöner Artikel!
    Ich mache das auch oft – mich hinsetzen und nachspüren, vor allem wenn es körperliche „Wehwehchen“ sind, die ich nicht direkt deuten kann. Ich nehme mir als Inspiration auch gerne mal Louise Hay’s Buch „Heal your Life“ dazu. Da steht quasi zu jeder möglichen Beschwerde ein möglicher Grund. Oft passt es bei mir, immer ist es aber ein wertvoller Gedankenanstoss!

    • Hi Angie,

      danke für deinen Kommentar. Ja Louise Hay macht einfach tolle Arbeit. Ich habe ein ähnliches Buch vom Dahlke – hier der Link zum Buch http://goo.gl/MyMyd1
      Das ist mein persönlicher Hausarzt 😉

      Liebe Grüße,
      Jennifer

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